Der Spaal

Spaal ist heute der Begriff für das ganze umliegende Waldstück.
Es war aber früher nur ein Dorf, welches von 1200 bis 1498 öfter urkundlich erwähnt wurde.
Der Ortsname wird als slawische Berg- und Waldbezeichnung erklärt, allerdings wird auch eine deutsche Herkunft, die auf den Namen Wald verweist, erwogen.
Die Häuser waren, wie die Spuren im Gelände verraten, radial angeordnet. Daher handelte es sich wahrscheinlich um ein Rundangerdorf.
Seit dem 16. Jahrhundert diente das Gelände des Dorfes als Vorwerk und Schäferei für unterschiedliche Herrschaften.
Im Jahre 1810 veräußerten die Söhne von Hollebens den Besitz. Vorher war das Spaalhaus als Unterkunft für Waldarbeiter und Trockenboden für Waldsämereien errichtet worden. Später wurde es Gaststätte und gerne als Ausflugsziel besucht.
Verlassen wurde das Vorwerk im Jahre 1910, danach wurde das Gelände aufgeforstet.
Das Dorf wurde wahrscheinlich auf Grund wirtschaftlicher Schwierigkeiten verlassen.
Besondere Flurnamen:
- in der Allee; - Dantzers Grund; - Galgenberg;
- im Gemäuer; - Hohe Straße;
- im oberen Holzgrund; - Wolfskreuz;
- die Tränke; - Satteltal; - Lehmgrube;
- Spaalgrund; - im Spaal
Der Weg zum ehemaligen Ort führt direkt an den berühmten Steinkreuzen vorbei. Dieser Platz soll auch eine alte Gerichtstätte gewesen sein, so wird es jedenfalls erzählt.