Der Schauenenforst

Zwischen Dorndorf und Rödelwitz liegt die Burgruine Schauenforst.
Die heutige Burgruine lässt die damalige Schönheit nur noch erahnen.
Sie soll erbaut worden sein von Ludwig IV. -genannt „Der Heilige“ - (Übrigens der Gemahl der heiligen Elisabeth).
Ungefähr im Jahre 1222, in seiner Lebenschronik erscheint dazu nur eine kurze Notiz:“ - Ludwig nahm den zwischen Orlamünde und Rudolstadt gelegenen Berg Schauenforst ein und erbaute darauf eine Burg. Aber auch diese Position konnte - sie war viel zu schmal - auf die Dauer nicht gehalten
werden-.“ (www.genealogie-mittelalter.de)
Allerdings wurde diese Burg auf dem heutigen Eichberg erbaut, noch heute findet man dort Funde (im Volksmund ist es die heutige Reitbahn). Damals bestand die Burg nur aus einem Turm. Die Burg war gegen die Grafen von Orlamünde gerichtet, diesen gehörte sie später.
Später wurde dann, von ihnen eine größere Burg auf dem Berg Schauenforst errichtet.
Weitere Herren lösten sich dann als Besitzer ab.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg zerfiel der Schauenforst.
Erhalten blieben teilweise der hohe Bergfried sowie ein Teil des Mauerwerks und ein Grabensystem, das die Vor- und Hauptburg in ihrer einstigen Ausdehnung und Größe erahnen lässt.
Erst in den 60er Jahren des 20.Jahrhunderts wurde die Burgruine in freiwilligen Arbeitseinsätzen vom Schauenforstverein als Sehenswürdigkeit zugänglich gemacht.
Ein paar Jahre später wurde mit Hilfe von Leitern der Turm begehbar, und somit war ein herrlicher Ausblick über den Hexengrund möglich.
Im Jahre 1969 wurden die Leitern durch eine feste Treppe ersetzt. Zwei Jahre später begann man mit der Errichtung der Schauenforstbaude.
Heute findet hier alljährlich das Schauenforstfest statt, welches sehr großen Anklang findet. Das erste Schauenforstfest fand am 31. Mai 1964 statt.
Jedes Jahr im Juni findet hier ein Dankgottesdienst statt.
Hintergrund ist die Fürbitte für eine gute Ernte und gesundes Vieh.

Ansprechpartner:

Burgenverein Schauenforst e.V.